Die reformierte Kirche

Die reformierte Kirche

Allgememeine Info:

Adresse:

Keszthely, Hancók u. 20.

Gottesdienst:

Sonntag 10:00

Interessantes

Die Kirchenglocke erhielt den Namen „Galeerensträfling”. Und die Geschichte dazu: der Spender ist ein direkter Abkömmling von István Süllye Komáromi, einem Priester von Ács. Er wurde 1674 gemeinsam mit anderen protestantischen Geistlichen vor das Femegericht in Pozsony (Pressburg) zitiert und zum „Tod und Vermögenseinziehung” verurteilt. Nach einem Jahr Gefängnis wurden sie nach Neapel getrieben, dann als Galeerensklave verkauft. 1676 wurden sie befreit, auf die Intervention von protestantischen Großmächten (holländisches und deutsches Fürstentum) und mit Hilfe vom Admiral Michael de Ruyter.

Die reformierte Kirche in Keszthely – wie zeitgenössische Medien 1932 anlässlich der Einweihungsfeier vom 26. Juni berichteten – „im Zentrum, im Villenviertel der Stadt, gegenüber der Helikon-Wiese steht dieses Kunstwerk der Kirchenarchitektur in der Provinz.
Zierrat der Kirche sind aus Holz, der schöne, hochgewachsene und holzbedeckte Turm mit dem Stern ruft einem Siebenbürgen ins Gedächtnis zurück” woher die meisten Reformierten nach 1920 kamen um eine neue Heimat zu finden.
Doch, den Stil hält der Architekt, Bálint Szeghalmy selbst nicht für „siebenbürgisch” sondern für volkstümlich-ungarisch – mit Ausnahme des Turmes. Den Plan und den Baukostenanschlag fertigte Szeghalmy aus Liebe zur Kirche unentgeltlich an.
Die Kirche und das Pfarrhaus wurde in 9 Monaten fertig, gänzlich aus Spenden. Durch eine  vage Entscheidung wurde die Bau eigenhändig ausgeführt, Priester und Presbyter halfen ebenfalls bei der Errichtung.

Die Glocke der Kirche

Auch die Glocke kam durch Spende in den Turm. Gegossen wurde sie von László Slezák. Gewicht: 821 kg, Krone: 199 kg, Hammer: 41 kg, Ton: „F”. Auf einer Seite ist das Relief der befreienden holländischen Galeere zu sehen, darunter sind die vier ersten Strophen aus dem Lied der Galeerensträflinge lesbar. Auf der anderen Seite ist das Ehepaar abgebildet (Jenő Szabó Eőri und seine Frau, Ilona Surgoth), das die Glocke gespendet hat.

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