Die Pfarrkirche am Hauptplatz

Keszthely - Főtéri plébániatemplom

Allgemeine Info

Messeordnung:

Montag-Samstag: 8:00, 19:00;
Sonntag:7:00, 8:30, 11:00

Adresse:

Keszthely, Fő tér 5.

Tel.:

+3683/314-271, +3683/312-459

Interessantes

Die Pfarrkirche in Keszthely ist das größte Gebäude in Ungarn, das die mittelalterliche Tätigkeit der Franziskaner in Erinnerung ruft, und somit ihr ein Denkmal setzt. Die Bauweise war ähnlich als die der anderen festungsartigen Bauobjekten. Dem Grundriss folgend wurde ein Schalwerk gefertigt. Gebrochene Steine, Schotter wurden reingeworfen dann wurden die Lücken mit ungelöschtem Kalk ausgefüllt. Schließlich goss man Wasser darüber und die Steine brannten praktisch zusammen. Um 1550, als man vermehrt mit Angriffe der Türken rechnen musste, wurde nach Plänen von Giulio Turco die Kirche in eine Festung umgebaut.

Die gotische Kirche ist das älteste Gebäude der Stadt.

Die Geschichte der Pfarrkirche

Ein Vertrauter des Königs Nagy Lajos (etwa, Lajos der Große, Lajos wie Ludwig) wurde Mitte des 14. Jahrhunderts mit der Stadt Keszthely belehnt. Dieser Mann hieß István Laczkfy und erhielt Keszthely und Csáktornya (Cakovec, liegt heute in Kroatien) mit dem dazugehörenden Landsgut als Belohnung für seine Dienste. Nach dem Tod des Königs trat Laczkfy gegen den neuen Thronanwärter Zsigmond an, doch sie konnten Frieden schließen. So kam es, dass Laczkfy den Titel Palatin ebenfalls erhielt. Um 1368 ließ er in Keszthely die Franziskaner niederlassen, und die Kirche bauen. 1396 trat er erneut gegen den König an, und diesmal kam er nicht mit heiler Haut davon. Durch eine List wurde er gefangengenommen und 1397 hingerichtet. Seine Überreste wurden in der von ihm erbauten Kirche beigesetzt – angeblich ohne Kopf, so wie es einem Verschwörer gehört. Seine Reiterstatue steht seit 2000 vor der Kirche.

Der Turm der Kirche

Der 60m hohe Kirchturm ähnelt den anderen Teilen der Kirche nicht. Der ursprüngliche Holzturm – oder eher ein Türmchen – wurde abgerissen, der neue, neogotische Turm wurde 1878 errichtet. Der Erbauer war Tassilo Festetics. Eine gute und willkommene Idee war, dass die Originalrosette aus dem 14. Jahrhundert – ursprünglich aus der Westmauer – in den neuen Turm eingebaut wurde.

Die Fresken der Kirche

Der sensationelle Fund kam 1974 bei Elektroinstallationsarbeiten ans Tageslicht. Die größten, zusammenhängenden Fresken aus dem Mittelalter bedecken den ganzen Chor. Es hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass es sich um die größten solchen Fresken Ungarns handelt. Diese Fresken – auf denen das Leben Jesu, Marias Himmelfahrt, Sankte, Bischöfe und Könige zu sehen sind – tragen die Handspuren von mehreren Meistern und im Stil weisen sie auf die Zeit der Trecento (Protorenaissance in Italien im 14. Jahrhundert) hin.

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